OLG München: Double-Opt-In-Verfahren unzulässig

Laut einem aktuellen Urteil des OLG München ist schon die Bestätigungs-E-Mail im Rahmen eines Double-Opt-In-Verfahrens unzulässig, wenn kein Nachweis über das Vorliegen einer Einwilligung geführt werden kann (OLG München vom 29.9.2012, Az. 29 U 1682/12). Wenn dieses Urteil so Bestand hat dürften der Versand von Newslettern und E-Mail-Marketing in Zukunft deutlich schwieriger werden.

Das Gericht wertete eine Bestätigungs-E-Mail im Double-Opt-In-Verfahren als werbende E-Mail  und verlangte die Beweisführung zur Bestätigung, dass es bereits für diese E-Mail eine Einwilligung des Empfängers gab. Da grundsätzlich jeder jede E-Mail-Adresse eintragen kann scheint mir ein solcher Beweis nahezu unmöglich.

Es bleibt nun eigentlich nur darauf zu hoffen, dass das Urteil vom BGH nicht bestätigt und die Bestätigungs-Mail des Double-Opt-in als weiterhin zugelassen gewertet wird.

Mehr: E-Mail-Marketing: Double-Opt-in rechtswidrig?

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Holger Gassenschmidt

Ich blogge zum weit größten Teil zum Thema Online Marketing und SEO für lokale und regionale KMU. Dabei versuche ich immer mein Wissen allgemein verständlich und in einfachen Worten zu vermitteln, um auch Laien und Anfängern den Zugang zu einem sehr umfangreichen Themengebiet zu erleichtern.

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