10 SEO Mythen die Sie sofort vergessen können

Wenn Sie als regionaler Anbieter mit Ihrer Website bei Google nicht unter „ferner liefen“ gefunden werden möchten kommen Sie früher oder später an den Punkt an dem Sie sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschäftigen sollten. Wer keinen Experten kennt und sich nicht ausreichend informiert orientiert sich dabei häufig an Mythen die im Laufe der Jahre rund um die Suchmaschinenoptimierung entstanden sind. Zeit also mit einigen Irrtümern und Fehlinformationen rund um das Thema aufzuräumen.

1. Wer Anzeigen auf GoogleAdwords kauft rankt organisch besser

AdWords hat, laut Matt Cutts (Head of Google Webspam), keinerlei Einfluss auf das Ranking innerhalb der organischen Suchergebnisse. Google hat es sich zum Ziel gemacht, den Nutzern der Suchmaschine die besten und passendsten Suchergebnisse zu liefern. Würde der Kauf von Anzeigen Auswirkungen auf das organische Ranking haben wäre das kontraproduktiv und würde das Ergebnis verfälschen. Googles Erfolg beruht darauf, dass die Nutzer in der organischen Suche finden was Sie suchen und aufgrund der guten Ergebnisse weiterhin auf die Suche vertrauen.

2. Wer Anzeigen auf GoogleAdwords kauft rankt organisch schlechter

Ebenso sinnlos wie Punkt 1 und genauso einfach zu widerlegen.

3. Google ändert seinen Algorithmus um mehr Werbung zu verkaufen

Auch hier gilt, dass es Google vor allem darum geht das beste Suchergebnis zu liefern und den Wunsch des Nutzers nach einem passenden Suchergebnis zu befriedigen. Würde Google besonders gute und passende Ergebnisse für eine Suche nicht möglichst weit oben platzieren wäre die Suchmaschine sicherlich nicht so erfolgreich.

4. Links sind wichtiger als Inhalte

Wenn Ihre Website keine qualitativ guten Inhalte bietet nutzen Ihnen auch tausend Links nichts. Und selbst Link ist nicht gleich Link. Auch hier geht es um Qualität und nicht um Quantität. Ein Link von einer Website die ein gutes Ranking bei Google hat ist weitaus besser als der Link von einem unbedeutenden regionalen Branchenverzeichnis.

5. Meta-Tags beeinflussen das Ranking

Warum sich der Mythos um das Meta-Tag „Keywords“ so eisern hält ist ein Rätsel.  Vielleicht liegt es daran, dass die meisten CMS-System die Möglichkeit diese einzutragen weiterhin anbieten. In längst vergangenen Tagen war es tatsächlich möglich durch das Setzen von Keywords in den Meta-Tags das Ranking positiv zu beeinflussen. Diese Möglichkeit wurde jedoch dermaßen ausgenutzt und missbraucht, dass Google heute dieses Meta-Tag nicht mehr auswertet. Auch das Meta-Tag „Description“ hat keinen direkten Einfluss auf das Ranking. Allerdings kann man mit einer guten Description Besucher neugierig machen undie Klickraten erhöhen.

6. Melden Sie Ihre Website bei möglichst vielen Suchmaschinen an

Schon in Anbetracht dessen, dass mehr als 90% der Nutzer Google für die Suche verwenden können Sie sich diese Arbeit sparen. Darüber hinaus sind Suchmaschinen heute durchaus in der Lage automatisch neue Websites zu finden.

7. Der PageRank bestimmt das Ranking

Der PageRank gibt einen Hinweis auf die Stärke der eingehenden Links auf einer Seite. Eine Seite mit niedrigerem PageRank kann aufgrund anderer Faktoren bei Google durchaus vor einer Seite mit höherem PageRank gelistet werden. Für die Optimierung der eigenen Website brauchen Sie dem PageRank keine Aufmerksamkeit zu widmen. Allerdings spielt der PageRank wohl für die Häufigkeit und die Tiefe des Crawlens einer Seite eine Rolle.

8. Von Google zertfizierte SEOs sind empfehlenswert

Google bietet weder ein Zertifikat noch eine Lizenzierung für Suchmaschinenoptimierung an. Wenn sich Ihnen ein Dienstleister so anbietet sollten Sie vielleicht nochmal genauer nachfragen oder einfach die Finger davon lassen.

9. Die einmalige Optimierung der Website ist völlig ausreichend

Suchmaschinenoptimierung ist nichts was man einmal macht sondern ein Prozess. Ein Dienstleister der Ihnen sagt eine einmalige Optimierung sei ausreichend handelt unseriös. Natürlich können bei einer Website die bisher noch in keinster Weise optimiert wurde schon einmalige Verbesserungen durchaus Wirkung entfalten. Nachhaltig und auf Dauer angelegt sind solche Aktionen jedoch nicht.

10. Um lokal gut zu ranken reicht der Eintrag bei Google Places

Für gute lokale Rankings müssen Sie auch Ihre Website entsprechend pflegen. Das beginnt bei der Adressangabe und Inhalten die einen lokalen Bezug haben. Verlinkungen von regionalen Partnern, Eintragungen in regionale Branchenverzeichnisse und vieles mehr sind nötig um ganz vorne dabei zu sein.

Das sind meine 10 SEO-Mythen die Sie sofort vergessen können. Wenn Sie jetzt noch nicht genug haben können Sie weiter Halbwahrheiten und Irrtümer rund um SEO auch auf den folgenden Seiten nachlesen.

Viel Spaß beim Lesen!

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Holger Gassenschmidt

Ich blogge zum weit größten Teil zum Thema Online Marketing und SEO für lokale und regionale KMU. Dabei versuche ich immer mein Wissen allgemein verständlich und in einfachen Worten zu vermitteln, um auch Laien und Anfängern den Zugang zu einem sehr umfangreichen Themengebiet zu erleichtern.

2 Gedanken zu „10 SEO Mythen die Sie sofort vergessen können

  • 25 Mai, 2014 um 17:24
    Permalink

    Hey Holger,

    stimme mit nahezu allen Fakten überein.
    Man, man, man, wie das Keyword-Metatag immer noch verehrt wird … na ja, in anderen Welten neben Google mag das ja richtig sein, aber … so what 🙂
    Für alle „Beginner“ ist es jedoch wichtig zu wissen, dass das Pflegen von individuellen Meta-Beschreibungen je Dokument sehr wohl einen positiven Einfluss auf das Ranking hat. Das kann man bvei vielen Gelegenheiten fein beobachten. Sicherlich ist das nicht allein für Rankingverbesserungen verantwortlich, dennoch ist es als Baustein in einem Gesamtbild nicht zu unterschätzen.

    All the best,
    Chris

    Antwort
  • 26 Mai, 2014 um 08:55
    Permalink

    Mythos 11 – Google ist dein Freund.
    Google ist nicht ein Freund, Google ist ein privates Wirtschaftsunternehmen das auch entsprechend handelt. Was Google heute als gut empfindet kann morgen schon wieder ganz anders sein. Google wird stets darauf achten ihren Markt, und das sind Werbeeinnahmen, mit allem zu verteidigen was zur Verfügung steht.

    Mythos 12 – Google ist die einzige Suchmaschine
    Zwar hat Google hierzulande 90%, das ist aber in anderen Ländern nicht so. Es kann nicht schaden eine andere Suchmaschine zu nutzen, auch wenn diese ebendfalls nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten handelt. Konkurrenz belebt das Geschäft und nicht nur einer bestimmt was gute Inhalte sind. Mitunter verstehen andere Suchmaschinen unter guten Inhalten etwas anderes.
    Am einfachsten tut man sich, wenn man Googleverwöhnt ist, mit er Umstellung wenn man Bing nutzt. Alles vorhanden wie Bildersuche und Karten.

    Mythos 13 – SEOisten kommen nur mit Google zurecht
    Dieser Mythos stimmt. SEOisten optimieren lediglich auf Google.

    Antwort

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